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Brustimplantate Silikonimplantate

Brustimplantate Silikonimplantate

Fragen und Antworten zum Thema und zur Brustvergrößerung.

Die Brustvergrößerung mit Brustimplantaten zählt in Deutschland und in vielen anderen Ländern zu den am häufigsten durchgeführten ästhetischen Operationen überhaupt. Die Brustvergrößerung oder Brustaugmentation, wie der Fachmann dazu sagt, wird in den allermeisten Fällen mit Silikon-Brustimplantaten durchgeführt. Alle anderen Verfahren haben gewisse Nachteile, insbesondere was die Dauer der Haltbarkeit des postoperativen Ergebnisses angeht. Die heutigen Implantate sind nicht mehr  mit den Implantaten der 80-er Jahre zu vergleichen. Sie sind deutlich stabiler, lange haltbar und durch die gelartige Konsistenz des inneren Silikons und durch eine Vielfachbeschichtung der äußeren Hülle weitaus sicherer.
Auf unserer Internetseite werden viele Fragen zu diesem Thema geklärt. Wenn weitere Fragen bestehen oder wenn Sie einen Termin zur Beratung vereinbaren möchten benutzen Sie bitte das Kontaktformular oder rufen Sie unter 0211-24790940 an.

Dr. Rene Schumann

Plastischer Chirurg Düsseldorf

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Die Qualität der Brustimplantate hat sich im Vergleich zu den 80-er Jahren sehr verbessert – allerdings nur bei den Qualitätsimplantaten. Auch heute noch sind Silikonimplante als Billifabrikate oder Billigimporte zu bekommen, deren Beschaffenheit an die 80-er Jahre erinnert. Wer mit minderwertigen Materialien Kosten sparen möchte, bezahlt manchmal schließlich deutlich mehr.

 

Was ist das Silikon in den Brustimplantaten?

 

Die gängigen Standard-Brustimplantate bestehen heute aus Silikon.
Silikone sind sogenannte synthetische Polymere. Über Sauerstoffatome sind im Silikon Siliziumatome miteinander verknüpft. Das Endprodukt kann flüssig, gelartig, oder eine gummiartige Substanz sein.
Silikone werden in Ölen verwendet, in Schmiermitteln und als Silikongummi. In Ihrer eigenen Umgebung finden Sie das Silikon in Seifen, Handcremes, Deos und in Sonnenschutzcremes, Isoliermitteln, u.a.. In der Medizin werden sie zu Drainageschläuchen, Implantaten (Brustimplantate, Fingergelenksimplantate, Handgelenksimplantate u.a.) verarbeitet. In anderer Form dient Silikon in der Medizin u.a. der Instrumentenpflege.

 

Sind Silikonimplantate sicher?

 

Mit dem Thema Silokonimplantate haben sich viele großangelegte Studien auseinandergesetzt. Diese haben die Bedenken, welche bestanden nicht bestätigen können:

  • Juni 1999; National Academy Institute of Medicine; Schlussfolgerung: Bindegewebserkrankungen, Krebs, neurologische Krankheiten und andere systemische Beschwerden sind bei Frauen die Brustimplantate aus Silikon haben, nicht häufiger anzutreffen, als bei Frauen ohne Silikonimplantate.
  • 1998; Sturrock R.D., FRCP, Independent Review Group (IRG); Schlussfolgerung: Es besteht kein Zusammenhang zwischen Silikonimplantaten und Bindegewebserkrankungen …
  • 1998; European Committee on Quality Assurance and Medical Devices in Plastic Surgery; Schlussfolgerung: Autoimmun- oder Bindegewebserkrankungen stehen nicht im Zusammenhang mit Brustimplantaten. Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass aktuelle Studien eine bösartige Entartung durch silikongefüllte Brustimplantate wiederlegen.
  • 1992 Berkel et al. und 1992 Deapen and Brody; Schlussfolgerung: In diesen beiden Großstudien wurde gezeigt, dass Frauen, die Brustimplantate aus Silikon implantiert bekommen haben, sogar ein deutlich geringeres Risiko haben an Brustkrebs zu erkranken als, Frauen ohne Brustimplantate aus Silikon.

Es gibt Studien die ergeben haben, dass in Kuhmilch und in Babymilchprodukten viel höhere Silikonanteile enthalten sind, als in der Brustmilch einer Frau mit Implantaten. Weiterhin kam das Institute of Medicine zu folgender Schlussfolgerung: „Es gibt keine Hinweise darauf, dass Silikonimplantate für irgendwelche schwereren Krankheiten im ganzen Körper verantwortlich sind. Frauen kommen in ihrem Alltag ständig mit Silikon in Berührung.“
Insgesamt gehört Silikon zu den am intensivsten untersuchten Materialien in der Medizin.

 

Was ist eine Kapselfibrose?

 

Um jedes Implantat, auch um das Brustimplantat, im Körper bildet sich eine körpereigene Hülle, die Kapsel genannt wird. Diese ist normalerweise zart, dünn und nicht tastbar.
Kommt es aus verschiedenen Gründen zu einer Verhärtung dieser Kapsel so entsteht eine Fibrose. Das Ganze nennt der Fachmann dann Kapselfibrose.
Die Kapselfibrose ist häufig die Folge von Infektionen, Blutergüssen und Wundwasserergüssen. Sie tritt häufiger bei der Lage der Brustimplantate auf dem Muskel (epipektorale Lage), d.h. unter der Brustdrüse auf.
Im Anfangsstadium kann die Patientin die Kapselfibrose in der Regel nicht feststellen. Erst wenn sich in späteren Stadien die Brustimplantate härter anfühlen und im schlimmeren Falle sich sogar deformieren und ggf. Schmerzen verursachen wird der Plastische Chirurg aufgesucht.
Behandelt werden kann diese Veränderung nur durch eine neuerliche Operation, bei der die Brustimplantate und die Kapsel entfernt werden. Wird ein neues Silikonimplantat eingesetzt ist bei einer epipektoralen Lage (auf dem Muskel) der entnommenen Implantate. ein Fachwechsel empfehlenswert.

 

Können Brustimplantate Brustkrebs begünstigen?

 

Es wurde in großangelegten Studien zum Thema Brustimplantate aus Silikon kein Hinweis darauf gefunden das Silikon in Zusammenhang steht mit der Ausbildung von Brustkrebs. Es gibt also keinen Grund diesbezüglich Sorgen zu haben.
Die bedeutendsten Studien sind in der Frage „Sind Silikonimplantate sicher?“ zusammengefasst.

 

Kann man sich mit Brustimplantaten sonnen und in das Solarium gehen?

 

Das Sonnen an sich ist nicht schädlich für die Brustimplantate. Allerdings kann die Sonnenbestrahlung zur verzögerten und / oder auffälligeren Narbenbildung führen.
Da die Narbenrötung von Mensch zu Mensch unterschiedlich lange anhält kann man keine generelle Empfehlung angeben. Nach der Brustvergrößerung sollte man mit dem Sonnen 4-12 Monate pausieren. Bei nichteinhalten dieser Empfehlung sind allerdings keine schwerwiegend medizinischen Probleme zu erwarten, sondern nur eine Dunkelverfärbung der Narben.
Weiterhin ist kurz nach der Operation keine Sonneneinstrahlung zu empfehlen, weil dies zur verlängerten Wundheilung durch stärkere Schwellung führen kann.